Autos verhindern Begegnungen

Volksstimme – Di, 22. Januar 2019

Auf meinem  Weg zum Bahnhof gehe ich täglich durch die Begegnungszone, dasselbe dann auf dem Rückweg. Am Nachmittag muss man jedoch ziemlich aufpassen, nicht von einem der vielen Autos getroffen zu werden. Am sichersten bewegt man sich am Rand der Begegnungszone, wobei man auf der einen Seite ein Geschäft sieht und auf der anderen Seite ein geparktes Auto einem die Sicht versperrt. So viel zum «Begegnen», wenn man die Leute auf der anderen Seite nicht mal sieht.

Wieso kann unsere Begegnungszone keine ruhige, autofreie (Fussgänger-)Zone sein?- Na, wegen der Geschäfte!-  Blödsinn: Es wird kaum jemand ein anderes Geschäft aufsuchen, um nicht 200 Meter von einem Parkplatz zu einem Geschäft zu spazieren. Die ständig fahrenden Autos bringen nur Unruhe in die ganze Zone und können eventuell sowieso nicht vor dem gewünschten Geschäft parkieren. Angenommen,  ein Autoverbot würde eine radikale Veränderung für das in der Begegnungszone liegende Gewerbe bewirken, dann wäre ein Autoverbot wenigstens ab den Schliesszeiten der Läden und am Sonntag berechtigt und sehr erwünscht.

Valentino Foggetta. Sissach

Autos verhindern Begegnungen